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Die
Tage vergehen. Aufstehen! Äste sägen, Büsche
schneiden, Brücken verstärken, Ameisen jagen,
Schlammlöcher entwässern. Wir essen, duschen, schlafen.
Aufstehen! Einzige Neuigkeit ist das Ableben unseres kleinen
Trinkwasserfilters, mit dem wir uns jeden Tag mühsam Wasser
gepumpt" hatten. Die Dichtung der Handpumpe ist
aufgerieben. Alles weitere Trinkwasser müssen wir auf dem
Benzinkocher abkochen. Am Ende dieser drei trostlosen Tage weist
Gustavs Tachometerstand fünfunddreissig Kilometer mehr auf. Wir
sind mitten im Wald, kein Dorf, kein Mensch ist zu sehen. Aber es
muss hier Menschen geben. Wir finden ihre Tierfallen. In die erste
wäre ich fast hineingerannt, da sie mitten auf dem Fusspfad
ausgelegt war. Wir entschärfen die Fallen, indem wir einen Ast
in die Schlinge werfen. Worauf das Holzstück über einen
Mechanismus in der Baumkrone landet. Wir lernen die Hinweise auf die
Fallen zu lesen. An Stäben sind eingerollte Blätter als
Warnung befestigt. Am Ende des Hohlweges sehen wir manchmal einen
Schatten vorbeihuschen, aber Kontakt zu diesen Waldmenschen bekommen
wir nie. Dann ist selbst der Fussweg blockiert.

Matsch, Matsch, Matsch |
4) |
Auf
einer Fläche von gut einem Hektar ist der Wald gerodet.
Äste und Büsche sind achtlos auf den Weg geworfen. Das
grosse Matschloch vor uns ist mit Pflanzenresten aufgefüllt.
"Wie sollen wir das beseitigen?" Die vertrockneten Lianen
und Dornenbüsche reagieren wie Gummi auf die Hiebe mit den
Macheten. Die Idee, den ganzen Krempel anzuzünden ist schneller
da, als wir darüber nachdenken können. Und Joly sagt
noch..., da brennt auch schon das ganze Areal. Uns wird angst und
bange. Was für eine schwachsinnige Idee. Wir setzen mit den
Wagen zurück in den Wald, versuchen zunächst noch zu
löschen, dann brennt der erste Baum. Die abgeschlagenen
Schlingpflanzen brennen wie Zunder. Dreissig Meter hoch schlagen die
Flammen. Der Wald brennt! Genau bis zur Grenze der Abrodung. Dahinter
ist das Gehölz zu nass und das Feuer verliert seine Macht. Nun
tauchen auch Menschen auf. "Was werden wir wohl zu hören
bekommen?" Aber wir werden noch mit Orangen beschenkt und alle
scheinen sich zu freuen, dass die Brandrodung so gut geklappt hat.
Das Geäst auf dem Weg, hat das Feuer natürlich unbeschadet
überstanden. Wir brauchen noch den ganzen Nachmittag um den Weg
frei zu räumen, fahren uns dann noch zweimal in dem Matschloch
fest; ein traumhafter Tag. Ein Alptraum.

Der Wald brennt |