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Streckenbeschreibung |
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Die einzelnen Routen sind zwar in den jeweiligen Streckenabschnitten aufgeführt, falls jemand jedoch die Strecke zusammenhängend ausdrucken möchte, hier nochmal ein Überblick: 1. Tag Tunis - Nabeul (Asphalt 70 Km) Einreiseformalitäten (Polizei, Zoll, Kfz im Computer erfassen) wird auf dem Schiff erledigt. (möglichst schon abends erledigen). Fährankunft in Tunis am späten Nachmittag. Zollabfertigung, Geldwechsel schnell und sehr freundlich. (ca. 20 Minuten). Tankstelle am Hafen. Diesel: 0,48 Sfr/Liter Fahrt in die Innenstadt von Tunis, dann auf die Autobahn in Richtung Sousse. Autobahn ist gebührenpflichtig. (ca. 1 Dinar pro Zahlstelle). Vorsicht! Kassierer versuchen Touristen schamlos zu bescheissen. Wir zahlten 6 Dinar, andere bis zu 15 Dinar! Abfahrt Hammamet, dann weiter nach Nabeul auf den Camping "Jasmin" (schönes Ambiente, aber etwas laut und vernachlässigte Sanitäranlagen). (Nach Autobahnabfahrt in Richtung Hammamet liegt aber noch ein weiterer Camping "Samaris" an erster Kreuzung rechts.) Brauchwasser 30 l auffüllen. (Trinkwasser 90l von zu Hause dabei) 2. Tag Nabeul - Enfida - Kairouan - Gafsa - Tozeur - Taleb Larbi - El Oued (Aspahlt 500 km) Abfahrt sehr früh. (6 Uhr). Zurück auf die Autobahn bis Enfida(ville). Landstrasse nach Kairouan und weiter über Gafsa nach Tozeur. Bis auf wenige Abschnitte ist der Strassenzustand gut. Einige Baustellen. Weiter zur Grenze nach Hazoua / Taleb Larbi. Ankunft an tunesichem Grenzposten gegen 15.00 Uhr. Ausreise aus Tunesien: sehr freundlich und flott. (20 Minuten). Einreise Algerien: wenig Betrieb. Zöllner und Polizei extrem freundlich. Polizei, Zoll, Kfz in PC erfassen. Zwei Häuser weiter Geld wechseln und Versicherung abschliessen. (genügend Geld vorhanden, Versicherung für 30 Tage ca. 60 Sfr.) Geld wechseln: ca. 400 bis 500 sfr. Sollte für ganze Reise langen. Abfertigung nach 2 Stunden erledigt. Keine Fahrzeugkontrolle, nur neugieriger, kurzer Blick hinein. Tankstelle direkt hinter Grenze: Diesel 0, 25 Sfr/Liter. Fahrt wenige Kilometer von der Grenze weg und warten auf Dämmerung. Bei Einbruch der Dunkelheit Rastplatz kurz vor El Oued neben der Strasse in Nähe eines Bewässerungsprojekts. Palmengärten, teilweise bewohnt, um Erlaubnis gefragt. Übernachten kein Problem, keine weiteren Fragen. N 33° 42'763 E 07°20'085 (diverse Möglichkeiten links und rechts der Teerstrasse) 3. Tag El-Oued - Touggourt - Hassi Messaoud - Hassi Bel Guebbour (Asphalt 700 km) Abfahrt bei Dämmerung. Durchqueren all der problematischen Dörfer, wo Kinder (im Vorschulalter) Steine schmeissen am frühen Morgen, bevor irgendjemand richtig wach ist. Keinerlei Probleme. El Oued: Umfahrung nördlich der Stadt. Rechts ab von Hauptstrasse bei N 33°23'763 E 06 52'229. Guter Asphalt. Gerade aus über grosse Kreuzung. Strasse endet hinter El Oued. Rechts ab weiter in Richtung Touggourt. Touggourt: immer geradeaus in der Stadt, dann links. Kaum zu glauben, klappt aber. Tankstelle an Stadtausfahrt. Weiter in Richtung Hassi Messaoud. Einige Militärkontrollen. Laisser Passer kurz hinter Square Bresson. (Route angeben). Fahrt bis Hassi Bel Guebbour ohne Probleme. Freundliche Kontrollpunkte. Kein Konvoizwang mehr! Asphalt gut bis sehr gut, manchmal aber etwas schmal. Hassi Bel Guebbour: Tankstelle (250 l Diesel), kleines Cafe und Laden (Brot, Getränke), sehr schlechtes Wasser. Lagerstelle ausserhalb der Stadt an heisser Quelle leider verschmutzt. Einige Kilometer weiter entlang der Teerstrasse Nachtlager rechts der Teerstrasse auf weitläufiger Ebene. In Sichtweite der Strasse, aber ohne Probleme. Leider viele Mücken vom entfernten Wasserloch. 4. Tag (schlechter Asphalt 70 km, dann Piste, viel Wellblech 130 km) Von Hassi Bel Guebbour auf einer alten, löcherigen Asphaltstrasse nach Les Quatre Chemins ( 65 km, Kreuzung 12 Km vor Bordji Omar Driss). Der Checkpoint ist problemlos. Im Checkpoint nach rechts abbiegen. Der kaum erkennbaren Piste nach Südwesten folgen. Später geht es über eine Kalkebene mit übelstem Wellblech mehr in Richtung Westen. Nach 34 km erreicht man eine Tonnenmarkierung und trifft bald auf das Ende der Kalkebene. Weitere 23 km Wellblech vergehen bis zu einem Abzweig. Nicht weiter nach SSW (R. Amguid) fahren, sondern nach Süden abbiegen und weitere 31 km fahren. Dort sieht man eine verrostete Blechhütte (verlassener Wohncontainer) auf der rechten Seite der Piste. Es geht weiter in Richtung Südosten. Nach 5 km folgt der Markierungsstein "IGN 70". Es geht nun in Richtung Dünen. Am Dünenanfang finden sich deutliche Spuren. Die Franzosen hatten die Piste ursprünglich auf eine Unterlage von Stroh und Steinen gebaut. Ab und zu finden sich noch Markierungsstangen. Langgezogene Dünenfelder bergab und bergauf, gut zu fahren in Richtung auf den Berg Gara Khanfoussa, der mit seinem schwarzen Gestein aus den hellen Sanddünen hervorragt. Nach ca. 10 km wird der Sand weicher und eine langgezogene Düne mit weichem Sand und Neigung nach rechts folgt. Luft vorne 0.9 bar, hinten 1.4 bar. Und: Gaaaas. Nach ca 17km erreicht man eine Senke südöstlich vom Gara Khanfoussa (viele steinzeitliche Reibeschalen und Reibesteine). Der Berg hat einen flachen Rücken und ist bei schlechtem Wetter schwer auszumachen. Übernachtung am Fuss des Berges bei malerischen Lehmhügeln. Berg kann begangen und auch befahren werden, haben wir aber nicht gemacht. (Für Rückfahrt aufgespart, nur war dann das Wetter leider sehr schlecht.) 5. Tag Ausfahrt vom Gara Kanfoussa, Umfahrung Erg Tiffernine (Dünen, querfeldein, später wenige Spuren 150 km) Ab vom Lagerplatz in Richtung Süden. Spurenbündel suchen und der Hauptpiste folgen, die zwar von Erdölsuchern hauptsächlich stammen, aber aus den Dünen herausführen. Mit Eisenstangen, die leider immer wieder umfallen, ist eine Trasse zum Ausgang gesteckt. 3-4 Dünenquerungen sind zu bewerkstelligen. Sand bleibt weich (1.2bar/1.7bar), aber nicht mehr so weich wie bei Anfahrt zum Gara Kanfoussa. Fahrt nach GPS, Spuren und Sicht. Viel Glück! Wer die richtige Route findet, wird in deren Verlauf auf knapp ein halbes Dutzend alter Markierungsstangen oder deren Reste treffen. Mit der Richtigen Himmelsrichtung und dem bekannten Ausgang aus dem Dünenfeld bei N 27°27,700 E 06°47,140 (Blechschild an Eisenstange) sollte man sein Ziel aber nicht verfehlen. Vorsicht bei den Dünenquerungen. Dünen erst begehen! Hier kann Verkehr von Ölsuchern sein. Gefahr von Zusammenstössen! Am Ende der Dünenpassage ist der Boden von Caterpillar aufgeschoben. Es finden sich viele Stangenmarkierungen der Ölsucher, die quer zur Piste laufen. (Reifen aufpumpen 2.0bar, 2.9bar) Es folgt die Einfahrt in das Oued Essaoui. Nach rechts in Richtung Südwesten abbiegen und Richtung beibehalten. Nach einiger Zeit knicken die erkennbaren Spurenbündel nach Süden ab. Von nun an in Richtung Süden halten. (links Berge, rechts Dünen) Tolle Landschaft. Immer in Richtung Süden halten. Der Boden bleibt abwechslungsreich. Esfolgt ein Sandfeld, später kommt auf der linken Seite ein kleiner, farbenfroher Berg in Sicht. Nachtplatz nach Belieben suchen. Keine Leute, vereinzelt Kamele und Gazellen. 6. Tag Südumfahrung des Erg Tiffernine (einige Spuren, zunehmend ist der alte Pistenverlauf der Gräberpiste zu erkennen, 150km) Weiter in Richtung Süden halten. Etwas Sucherei bei der Passage eines Gürtels von Akazienbäumen. Später folgen einige Dünenhügel und Büsche. An der Südspitze des Erg Tiffernine wird der Weg wird etwas schwieriger, da ein Durchgang zwischen Dünen und Bergen gefunden werden muss. Zwischen den Dünen verläuft sich der Weg öfters, die Passagen, da auf einer sehr steinigen Piste einige Steinhügel erklommen werden müssen sind teils schwierig, aber mit Vorsicht und langsam gut zu schaffen. >>>hier haben wir leider die nähere Beschreibung verhühnert, viel Spass beim Suchen ! <<< Bald muss ein erneutes Sandfeld durchfahren werden. Irgendwann stossen wir auf eine Piste, der wir in nordwestlicher Richtung folgen. Man gelangt schliesslich auf dieser Piste schliesslich auf eine Kalkebene. Den Tag beenden wir an einem wunderbaren Lagerplatz am Rande eines Sicheldünenfeldes, das jeden entzücken wird. 7. Tag Erg Tiffernine (Westseite) - Richtung Amguid (alte Gräberpiste ist oft gut zu erkennen, wir entfernen uns von den Dünen des Erg Tiffernine, 200km) Wir behalten die Richtung NordWest in deutlichem Abstand zum Erg Tiffernine bei. Im Verlauf stossen wir auf mehrere Grüngürtel, bei denen wir immer wieder Passagen zur Querung suchen müssen. Unzweifelhaft hat es hier vor nicht allzu langer Zeit geregnet und die jetzt wieder trockenen Bachläufe sehr stark aufgeweicht. Nach etwas Sucherei finden wir einen Abstieg von der Ebene, die wir nun längere Zeit durchfahren haben. Wir fahren in ein Qued und müssen den meisten Spuren folgend bald nach rechts abbiegen. Kurz darauf stossen wir auf den Brunnen Hassi Ntsel. Während unserer Anwesenheit sehen wir keine Menschen oder Tiere. Das Wasser in ca. 8 Meter Tiefe erscheint klar. Zum schöpfen muss man aber einen eigenen Behälter herablassen. In der Umgegend liegen viele Gräber und etliche grüne, schattige Pflanzen. Wir folgen der Piste unter der Akazie entlang und wechseln auf steinigen Untergrund. Es geht über eine kleine Anhöhe. Die Piste schwenkt nach Westen und wir steigen in ein weiteres Tal ein. Wir folgen der gut sichtbaren Piste bis zum Ende des Oued Assamine. Es folgt eine steinige Auffahrt und bald eine noch steilere Rampe mit gröberen, aber gut zu meisternden Stufen. Ziemlich erschöpft lagern wir spät am Tag in einem Oued. 8.Tag Amguid - Garet El Djenoun (alte Gräberpiste bis Amguid, dann freie Fahrt über Reggebene, später wieder gute Piste, 250 km) Wir folgen der Piste weiter und erreichen im Verlauf des Vormittags den Scheitelpunkt des Talbogens. Wir kommen aus den Bergen und schauen auf den Erg Amguid am Horizont. Südlich sehen wir die ersten Hütten von Amguid. Wir folgen einer der vielen Pisten und fahren so weit als möglich links (östlich) und queren Amguid nur kurz. Wir sehen Polizisten in einem Fahrzeug und winken. Sie winken zurück, wir fahren weiter. Cadeau-Kinder kommen gerannt, aber wir sind schon weiter. Es geht weiter nach Süden, entlang alter Militärbaracken. Bald sind wir wieder alleine auf einer weiten Reggebene. Nach etlichen Kilometern zweigt die Piste nach Süden in Richtung des "Feldermausbergs" ab. Wir folgen dem Oued Ighargar und halten den halben Tag auf den Berg zu. Als Orientierungspunkt nehmen wir eine kleine Lücke links des Berges und halten weiter darauf zu. Den Taleinstieg zur Fahrt entlang des Garet El Djenoun finden wir problemlos. Die einzelnen Spuren bündeln sich und wir folgen der entstehenden Piste weiter nach Süden. Unser Übernachtungsplatz ist für diese Nacht wunderbar zwischen kleinen aber phantasievollen Felsformationen gelegen. 9. Tag Garet El Djenoun - Richtung In Amgel (Piste, die meist gut erkennbar ist, 200km) Wir folgen der gut sichtbaren Piste weiter in südlicher Richtung. Unser Ziel ist Mertoutek und das Tal von Dehine. Bald passieren wir ein sehr sandiges Oued, es laufen nur wenige Spuren durch das dichte Gebüsch. Was wir erst später wissen, dies ist (war) die Einfahrt (nach rechts) in das Dehine Tal. Erst viel später treffen wir auf ein grosses Metallschild, das den Nationalpark ausweist. Zurück nach Dehine haben wir aber keine Lust (und vielleicht keinen Sprit) mehr. An der Kreuzung wählen wir den Weg nach Süden. Der Abzweig in Richtung InEcker/In Amgel folgt erst nach einigen Kilometern auf einer Anhöhe. Wir biegen rechts (Richtung Westen) ab. Auf einer kleinen Passhöhe zweigen wir erneut nach rechts ab. Bald passieren wir die Südspitze des Breghi. Wir bleiben auf der Piste und zweigen erst später nach links ab. (Nach rechts geht es vermutlich nach InEcker). Unser Nachtplatz liegt an einem fantastischen Rundberg, den wir am Abend noch erklimmen. Der Ausblick ist atemberaubend und die Nachtplätze werden immer schöner. 10.Tag In Amgel - Tamanrasset (erst gute Piste, später Asphalt, 150km) Wir folgen der Piste weiter in südlicher Richtung und zweigen erneut nach rechts ab. Schliesslich erreichen wir die Teerstrasse In Salah - Tam. Nach Süden ist Tam schnell erreicht. Die Polizeikontrollen sind extrem freundlich. Man freut sich über jeden Touristen, der kommt. Übernachtung auf dem Camping Borji 4x4. Der Camping ist sehr empehlenswert. Er bietet saubere Sanitäranlagen, warme Dusche, gutes Wasser, Müllentsorgung etc. Diesel war in Tam bei unserer Ankunft nur bei einer Tankstelle erhältlich. (204 Liter Diesel getankt = 18,5 Liter / 100 km) Der Engpass hing aber, wie man uns sagte, mit dem Nationalfeiertag zusammen. Einkaufsmöglichkeiten sehr gut. Freundliche und zurückhaltende Souvenirverkäufer. Ein Spaziergang durch den Ort ist entspannend und sehr zu empfehlen. 11.Tag Tamanrasset - Hoggar Schutzhütte (Piste, mal besser, mal schlechter aber gut zu bewältigen, 75km) Bis Assekrem bei materialschonendem Tempo und gemütlichem Blick in die Gegend rund ein Tag Fahrzeit. Fantastische Landschaft, viele Gazellen. Es wird an keiner Stelle mehr Eintritt für den Hoggarnationalpark oder ein Führer für die Fahrt im Hoggar (z.B. Assekrem) gefordert. Tamanrasset in Richtung Osten verlassen, wenn der Teer endet, weiter der Piste in Richtung Nordost auf markanten Basaltsäulenberg Iharen zuhalten. Östlich am Iharen vorbei. Bei den zahlreichen Verzweigungen links halten, Pisten rechts führen zu einem Oued und enden bei einer Tuaregsiedlung. Bald findet man ein Steinhäuschen und und überquert einige Kreuzungen. Nahe dem Fuß des Iharen stösst man auf die breite Hauptpiste zum Assekrem. Weiter in Richtung NordOst. Übles Wellblech auf der Piste entlang den Strommasten. Es folgt eine beschilderte Kreuzung. Bei einem Militärposten geht es links zu den Gueltas von Imeleoulaouene. Wir fahren rechts weiter, bergauf entlang den Masten. Z.T. steinige und kurvige Piste, meist aber gut. Kreuzung (beschildert), rechts zur Tuaregsiedlung Azarnane, links zum Assekrem. Die Piste führt nun weg von den Strommasten. Das Ahounahamt-Massiv wird umfahren. Funkmast auf der Hochebene und Gabelung. Schild Asskrem 49 km, Taghoumt 4 km". Links zur Siedlung, rechts weiter Richtung Assekrem. ca. 5m hohe Metallstange auf Betonsockel (und festbetonierter Metallkasten) links der Piste. Die Piste führt langsam am gewaltigen Berg Akar-Akar (2111m) linkerhand vorbei. Steinige Auffahrt auf´s Akar-Akar-Plateau. Auf den folgenden Km sehr steinig, steiles Gefälle, Abfahrt vom Plateau. Beim Abfahrtsende, rechts Abzweig zu den Gueltas von Afilal (ca. 2 km). Schilder und ein zerfallenes Steintor dienen als Orientierung. Links geht es weiter in Ri. Assekrem. Abstecher zu den Gueltas von Afilal: 4 km Piste hin und zurück, über einen Kilometer langgezogene Wasserbecken, sehr grün und schön, Oleander, Schilf, viele Vögel, leider etwas vermüllt, kein Café mehr (nur leeres, abgebranntes Häuschen). Zurück auf der Hauptpiste weiter nach rechts. Es folgt das Ende der Umfahrung des gewaltigen Tazouai-Massivs rechterhand (glatte Steilwände und Säulen). Davor verläuft die Piste am Fuß des Tidjemaiene entlang, der einem riesigen Backenzahn gleicht. Abzweig nach Hirhafok rechts, Wegweiser Assekrem 6" und Tamanrasset 76", geradeaus weiter. Es folgt die Auffahrt zum Assekrem. Assekrem-Schutzhütten: großer Parkplatz zum Campen, Café, Sanitäranlagen desaströs, Platzwart sehr geschäftstüchtigt und plant gleich das Abendessen (welches gut sein soll) für einen mit ein, wenn man nicht unaufgefordert ablehnt. Straße (geteert) hoch zur Einsiedelei von Foucauld darf nicht befahren werden. Fußweg zur Ermitage de Ch. Foucauld", ca. 30 Min. Marsch bergauf. Sonnenuntergang auf dem gegenüberliegenden Berg sensationell. Sonnenaufgang auch sehr schön, aber nicht so spektakulär. Temperaturen am Morgen: 3°C. Brrrrrrrr........ 12. Tag Schutzhütte - Hirhafok (Piste, teilweise sehr steil und an zwei Stellen schwierig. Viele Wassergräben. Fahrspur ist aber jederzeit gut zu erkennen. Langsam und umsichtig kommt man ohne Risiko vom Berg herab. Manchmal grosse Schräglage, aber mit Umsicht keine Kippgefahr für normalhohe Fahrzeuge, 100km) Von der Schutzhütte die Piste zurück in Richtung Tam bis zum Abzweig nach Hirhafok. Einfach immer der Piste bergab folgen. Auf halber Strecke liegt auf 1794m Höhe eine schönes Guelta links der Strasse. Schöner Badeplatz. Wassertemperatur: Brrrrrr. Da wir die Strecke sehr langsam passieren, übernachten wir auf einem Lavafeld und erreichen erst am nächsten Tag Hirhafok. 13.Tag Hirhafok - Richtung Serouenout (Piste, manchmal Wellblech, mal sandig, auch freie Fahrt über Ebene, 250km) Wir folgen weiter der Piste nach Serouenout. Einige Kilometer vor Hirhafok kommt nochmals eine steile Bergabfahrt, danach ist die Strecke wieder ohne Probleme. Von Hirhafok führt die Piste nach Nordosten in Richtung Ideles. Kurz vor Ideles liegt noch ein kleiner Ort, wo die Kinder agressiv sind und gerne auch mal Steine werfen. Ideles selbst ist hingegen problemlos. Im kleinen Laden gibt es kaum etwas, Brot soll es aber gegen Mittag geben. Die Tankstelle hatte Benzin, aber keinen Diesel. Der sollte aber auch wieder kommen. Am Ende des Orts führt uns ein Wegweiser in Richtung Serouenout. Nach einiger Zeit kreuzen wir ein breites Oued und stossen bald darauf auf eine Markierung (sorry, haben vergessen was das war). Wir verlieren die Piste etwas aus den Augen und finden uns auf einer weitläufigen Ebene wieder. Dann ist aber schon am rechten (südöstlichen) Horizont die kleine Kuppe des Inouhaouene zu erkennen. Es geht weiter nach Osten bis wir auf ein Wadi stossen. Gegen Ende des Wadis weisen einige Spuren zu einen Durchstieg durch die Hügel. Kurze Zeit später werden die Spuren zu eine alten Piste. Es folgen bald Sanddünen, die wir umfahren. Ein wunderbarer Nachtplatz bietet sich in goldgelben Dünen zu Füssen einiger mächtiger Berge. 14. Tag Serouenout - Richtung Erg Admer (Piste, manchmal Wellblech, mal sandig, auch freie Fahrt über Ebene, 250km) Wir umfahren die vereinzelten Sanddünen und folgen der Piste nach Osten. In Sichtweite des Berg Tinde knickt die Piste nach Südost ab. Das Terrain wechselt nun häufiger. Nach einigen Kilometern folgt die Einfahrt in ein Tal. Die Piste schwenkt im Verlauf wieder nach Osten und gibt einen schönen Blick auf das Hoggar Gebirge frei. Kurz darauf endet das Tal. Bald führt die Piste über einen Sattel. Etwas später werden dann mehrere Pisten zusammengeführt. Bald erreichen wir das Fort Serouenout. Keine Versorgungsmöglichkeit. Kurze, freundliche Ausweiskontrolle und Angabe der Reiseroute. Vom Kontrollpunkt fahren wir einige 100 Meter nach Osten und schwenken dann auf Südost. Durch den Oued Ti-n-Hadjdjene fahren wir mehr oder weniger immer in Richtung Osten. Spuren und Pistenreste sind oft zu sehen, wir fahren aber meistens querfeldein. Die Richtung OstSüdost halten wir fast den ganzen Vormittag ein bis wir die NordSüdPiste von Fort Gardel in den Niger queren. Einige Zeit später haben wir einen herrlichen Blick auf den Erg Admer. Durch das auf und ab von Tälern und Hügeln ist die Richtung nur nach Kompass (Richtung Osten) zu halten. In dieser Gegend finden sich die Überreste einiger Lavakegel, die bizarr vom Wind in immer kleinere Felsen zerlegt werden. Unglaublich ist das Echo dieser Steinhügel, an denen sich ein Traumplatz für die Nacht bietet. (vielleicht der schönste Platz, den wir gefunden haben) 15. Tag Erg Admer (Piste, Dünenpassagen, 100km) Der Erg Admer hat hohe und steile Dünen zu bieten. Nur an wenigen Stellen bietet sich ein Ausgangspunkt zur unproblematischen Querung des Ergs. Die Düne, die wir queren wollen sind dennoch sehr hoch und der Sand weich. Die beste Passage bietet eine Düne mit der Form eines Walfischbuckels, die keine hässlichen Überraschungen bietet. Aber dennoch: Luft raus. (0.9 / 1.6 bar). In Schlangenlinien steigen wir die lange Düne auf. (hier musste der HZJ echt ackern, dann man glaubt kaum, wie hoch die Düne ansteigt). Vom Dünenscheitel geht es dann in einer weiten links Kurve (nördlich) wieder herab und auf die nächste (kleinere) Düne herauf. Kurz darauf ist die Dünenpassage bereits beendet. Nach links (Westen) führt ein Abstecher zu einer Salzebene. Zur Übernachtung fahren wir dann aber weiter in Richtung Osten. Nachdem wir eine riesige, geometrisch perfekt geformte Düne zu Fuss erklommen haben, lagern wir etwas abseits in einem kleinen Dünental. 16. Tag Erg Admer - Djanet (Piste, Asphalt und wieder Piste, 250km) Wir den einen Kilometer zurück nach Süden in das Haupttal und biegen nach Osten ab. Eine Viertelstunde später verlassen wir bereits die Sanddünen und haben bald einen freien Blick auf das Tassili. 20 Kilometer vor Djanet biegen wir nach rechts auf die weithin sichtbare Asphaltstrasse. Die moderne Tankstelle liegt in Djanet am Ortseingang. (110 Liter Diesel / 17,0 Liter / 100km) Keinerlei Polizeikontrollen! Der Einkauf verläuft schnell und gut im Stadtzentrum. Aber weder Natel noch Telefonfestnetz funktionieren bei unserem Aufenthalt. Wasser gibt es beim Camping. Wir übernachten aber nicht im Ort sondern fahren zurück über die Asphaltstrasse nach Norden. 90 Kilometer ausserhalb liegt der Oued Isselene. Wir zweigen nach rechts (Osten) ab und fahren in den Oued ein, der sich über die Kilometer immer weiter verengt und grossartige Felsformationen zeigt. 500 Meter vor einer Siedlung drehen wir im tiefen Sand um. Wir wollen nicht stören. Auf dem Rückweg entdecken wir noch ein kleines Zeltlager und weitere Menschen, die im Tal leben. Wir gehen zurück auf die Asphaltstrasse und zweigen in das nächste Tal ab. Etwas oberhalb der Strasse, mit grandioser Sicht auf den Sonnenuntergang finden wir erneut einen grandiosen Nachtplatz zwischen Bergen und Dünen. 17. Tag Erg Admer (Dünen, 100km) Wir nehmen uns nochmals etwas Zeit und fahren in den Erg Admer ein. Gegen Mittag ist heute schon schluss mit der Fahrerei. Zunächst kurven wir etwas durch das algerische Monument Valley entlang der Asphaltstrasse. Bevor wir das schwarze Band nach Djanet kreuzen finden wir noch an einem Berg lustige grüne Steine. Wir fahren zurück in die Dünen und passieren eine Sandhöhe. Der Rastplatz liegt wieder idyllisch mit Sicht auf das endlose Sandmeer. 18. Tag Erg Admer - Illizi (Asphalt, Abstecher zur "Kuh von Tirnehir", Felszeichnungen, 250km) Es geht zurück auf die Teerstrasse und dann nach Norden. Der Aspahlt ist gut und abgesehen von den wahnwitzigen Steigungen (Vorsicht mit LKW und besser abwarten bis Passage frei ist) geht es gut voran. Kurz nach dem Austieg finden sich einige schöne Rastplätze zum Übernachten. Wir fahren weiter und finden später noch etliche schöne Abzweige, u.a. zu grandiosen Felswänden, die wir uns eines Tages näher anschauen wollen. Später folgt noch der Abzweig nach Tirnehir. Mit der Zeit erkennen wir unser heutiges Problem, einen schönen Lagerplatz zu finden. 120 km vor Illizi bleibt uns nur eine Notlösung, versteckt hinter einem kleinen Hügel auf 1430 Meter. Weiter geht es am Morgen auf der Teerstrasse nach Norden. In Illizi (keine Polizeikontrollen) können wir einkaufen und auftanken. (Tankstelle an der Strasse nach Norden versteckt auf linker Seite in einem Hinterhof, Wasser mittlerer Qualität) (67 Liter Diesel / 13,3 Liter / 100 km). 19. Tag IIllizi- Erg Issaouane (östl. Teil der Gräberpiste) (Aspahlt, später Piste mit Wellblech) Schwierig gestaltet sich die Suche nach der Auffahrt auf die Gräberpiste. Wir müssen zurück auf der Hauptstrasse für einige Kilometer nach Süden bis wir nach Westen abzweigen. Am Ende dieser Teerstrasse, an der viele Verzweigungen für Verwirrung stiften, ist schnell erreicht. Für die Route folgen wir der üblichen Beschreibung und stossen schon bald auf den Markierungsstein IGN5. Kur darauf beginnt eine Sandpassage, die aber gut zu nehmen ist. Viel Gas, aber vorsicht mit einigen Akazienwurzeln. Teilt sich der Weg, dann eher rechts halten. Nach 9 km ist die Sandpassage bereits zu Ende. 25 km weiter finden wir den Markierungsstein IGN 16. Nachdem wir auch IGN22 gefunden haben, rasten wir für die Nacht. Ein guter Platz, wo wir nachts aber auf der anderen Seite des Oued Licht einer Taschenlampe sehen. Es bleibt jedoch ruhig. 20. Tag Illizi- Erg Issaouane (östl. Teil der Gräberpiste) (Piste, hin und wieder mit Wellblech, Dünenpassage) Die Piste ist durchweg gut zu erkennen. Einfach der dicksten Spur folgen. Nach rund der Hälfte der Strecke muss ein Ausläufer des Erg Issaouane gequert werden. Die Umfahrung beträgt ansonsten rund 150 km. Besser auf die Dünen steigen und schauen, die Dünen sind alle recht kurz und man droht bei Unachtsamkeit in einem Trichter zu landen. Wir passieren rund 5 Kilometer weiter südlich die Dünen. Hier nutzen wir teilweise eine alte befestigte Piste. Zwischen den Sanddünen ist der Boden extrem weich. Also Luft wieder weitestgehnd rauslassen und gut Gas geben. 3 Kilometer weiter ist dann alles schon vorbei. Wir rasten gleich in der Nähe bei inmitten der Dünen. Neben einem grossartigen Nachtplatz bietet diese Stelle auch etliche Fundstücke aus der Vorzeit. Wer die Augen aufhält wird Speespitzen, Faustkeile etc. zwischen den Dünen entdecken. 21. Tag Gräberpiste (ordentliche Piste, 150 km) Wir folgen der Piste weiter und halten uns weiter an die Koordinaten aus dem "Durch Afrika". Zunächst erreichen wir den IGN37 Stein, später auch den IGN41. Nachdem wir ein weiteres markantes Steinmännchen sehen, kommen wir kurz darauf zu den Resten eines alten Franzosen Forts. Hier gibt es auch einen Brunnen mit gutem Wasser. Für den Tag kommen wir aber nur noch bis kurz hinter Hassi Tiskirine. Dann zwingt uns ein heftiger Sandsturm für den Rest des Tages und die Nacht hinter einer Palme Schutz zu suchen. 22. Tag Gräberpiste, Gara Kanfoussa (Piste, Dünenpassagen) Wir folgen der Piste und kommen zurück zur Eisenstange mit Blechschild, die den Einstieg in die Dünen zum Gara Kanfoussa markiert. Hier einfach die Strecke des 4. Bzw. 5. Tages nur umgekehrt abfahren. Schnell sind wir zurück in Hassi Bel Guebbour ( 56 Liter Diesel / 11,2 Liter /100 km , Rückenwind!!!) und der Urlaub war schneller vorbei als gedacht. Aber:..... Nächstes Jahr kommen wir wieder! Auf dem Rückweg übernachten wir 100 km nördlich von HBG im Gassi Touil abseits der Strasse an den Dünen, um nahe genug an die Grenze heranzukommen. So schaffen wir am folgenden Tag, die Strecke über Hassi Messaoud, Touggourt, El Oued bis zur Grenze im Tageslicht zu fahren und können bei Dämmerung bereits ausreisen. (Ausreise noch einfacher als Einreise. Achtung: in Tunesien braucht man 1 Dinar um Gebühren zu zahlen). Die beste Unterkunft weit und breit bietet dann der Camping Club "Sahara" 5 Kilometer nordöstlich von Tozeur an der Strasse nach Gafsa. Super Sanitäranlagen, zwischen Palmen gelegen, sauber, von einem Italiener geführt. Restaurant gegenüber ist ebenfalls empfehlenswert. Diese Streckenbeschreibung soll nur eine Navigationshilfe und Idee sein, wie man sich die Reisetage einteilen kann und was es wo zu sehen gibt. Es gibt keine Garantie der Vollständigkeit, um die Strecke zu finden, ebenso können sich Schrift- oder Notizfehler eingeschliffen haben. Die eigene Navigation anhand von GPS und IGN 1:200.000 Karten ist unerlässlich! |
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Infos Fahrzeug: Der Toyota HZJ 78 hat sich für uns als wahrer Glücksgriff erwiesen. Dass der Wagen robust gebaut ist und auch übele Passagen klaglos wegsteckt, ist weithin bekannt. Wir kamen hingegen aus dem staunen nicht mehr heraus, welche Leistung der 4.2 Liter Diesel Motor abgibt, wenn er gefordert wird. Kein Vergleich zu unserem alten "Gustav" und seiner schlappen 3 Liter Maschine. Wir sind restlos begeistert und mussten nicht einmal mit den Sandblechen nachhelfen. Luftrauslassen reichte immer. Auch der Federungskomfort liess bei uns keine Wünsche offen. Etwas nachbesserungswürdig erscheint lediglich die Hinterachse. Bei voller Ladung (rund 3400 kg, Gewichtsverteilung v. 40%, hinten 60%) sind nur noch 5 cm Federweg übrig und der Wagen hängt nach hinten herab. Hier haben wir nach der Tour drei zusätzliche Federlagen nachgerüstet. Etwas erstaunt waren wir auch über den Verbrauch. Auf der Strecke HBG-Tam haben wir rund 18.5 Liter gebraucht. Zumeist lag der Schnitt aber zwischen 12 und 15 Litern (je nachdem wie weich der Boden war). Reifen: Die BF Goodrich All-Terrain (235/85 R16) haben alle Passagen gut bewältigt. Im Sand mag aufgrund der offenen Profilierung ein Nachteil gegenüber reinen Sandreifen zu spüren sein, aber spätestens auf dem Heimweg, wenn daheim Schnee liegt, erweist sich der Allrounder als beste Wahl. Einen Platten hatten wir zu beklagen, nachdem wir einer Akazie wohl zu nah gekommen sind.
Ausrüstung: Das übliche, was wir sonst auch so mitschleppen. Nur die Handwinde haben wir zu Hause gelassen. Dafür hatten wir max. 130 Liter Wasser dabei (ich glaube, das ist zu viel, Joly glaubt es reicht gerade so eben...) und für die erste Strecke von HBG nach Tam 250 Liter Diesel. Lebensmittel hatten wir für die ganzen 4 Wochen dabei. In Tam und Djanet kann man aber besser einkaufen, als uns das vorher gesagt wurde. Aus- und Aufbau Für den Dachaufbau und auch den Innenausbau bedeutete die Algerientour der erste Härtetest. Und wir müssen sagen: es hat alles einwandfrei gehalten. Das Dach gibt auch bei übelsten Pisten keinen Laut von sich und funktioniert nach den 4 Wochen ebenso einwandfrei wie vorher. (wir müssen nur noch den Sand aus der Plane bürsten). Einzig im Sandsturm haben wir das Dach in der Nacht untengelassen, da wir mit dem Heck im Wind standen. Aber auch die (beengte) Nacht im Innenraum konnten wir einigermassen schlafen (nur war es deutlich zu warm). Hervorragend hat sich die grosse Dachluke bewährt, die uns vom Bett aus in den ersten 14 Tagen, da es Nachts noch recht warm war, immer freien Blick auf den Sternenhimmel gestattete. Auch der Innenausbau hat seinen Härtetest gut bestanden. Nichts (was wir festgeschraubt haben) hat gerappelt oder gescheppert. Wir haben zwar noch einige verbesserungswürdige Punkte gefunden (z.B. muss der Kühlschrank noch besser befestigt werden) aber insgesamt hat alles gehalten. In der trockenen Luft haben sich zwar die nur 4 mm dicken Holztüren etwas gebogen, hier zu Hause hat sich das aber wieder gegeben. Jedenfalls sehen wir keinen Grund, irgendetwas elementares am Wagen zu ändern. Risiken Jede Fahrt in die Sahara ist mit Risiken behaftet. Trotz GPS und gutem Kartenmaterial ist es noch immer möglich sich zu verfahren. Wer die Orientierung verloren hat oder Probleme mit dem Fahrzeug hat und dabei den Kopf verliert kann in ernsthafte Situationen kommen. Panik ist dann wohl das grösste Risiko, dass dem Saharareisenden droht. Die Sicherheitssituation ist uns hingegen nie als Problem erschienen. Auf den Strassen im Norden gibt es häufige und sehr freundliche / korrekte Strassenkontrollen. Im Hinterland sind wir hingegen nur selten auf andere Fahrzeuge gestossen (zumeist Reisende), so dass wir uns nie unsicher gefühlt haben. Dennoch, das Risiko, das von gesetzlosen Individuen und möglicherweise auch von fanatisierten Islamisten ausgeht ist natürlich vorhanden. Objektiv betrachtet aber vermutlich geringer einzuschätzen als die Risiken des Strassenverkehrs oder der Wüste selbst. (Diese Einschätzung erwies sich 2002 mit der Entführung etlicher Touristen auf der Gräberpiste als falsch!) Die steinewerfenden Kinder (Knöpfe im Vorschulalter) in der Gegend um El Oued sind anscheinend auch von den Behörden als Problem erkannt worden. (Vermehrte Polizeipräsenz an den betreffenden Ortsein- und ausfahrten lässt darauf schliessen). Hier ist der Reisende aber selbst gefordert. Sei es durch entsprechende Reisezeiten (z.B. früh am Morgen, wenn die Kinder noch nicht auf der Strasse sind) oder entsprechendes Verhalten. (langsam fahren, Drohgebärden oder auch schon mal anhalten und den Lümmeln nachsetzen). Per Saldo sollte Algerien für den Reisenden abseits der problematischen Gebiete an der Küste keine andere Gefahr bestehen als sonst irgendwo im nördlichen Afrika. Und Europa ist auch nicht so viel sicherer, nur ist es den Medien keine Schlagzeile wert, wenn in Italien oder Spanien ein Reisender überfallen wird. (alle Infos sind natürlich rein subjektiv und auf unsere Bedürfnisse ausgelegt. Daher wird jedermann andere eigene Erfahrungen machen) |