Vom Erg Issaouane bis in die verschneite Schweiz

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Nur zögerlich legt sich der Sandsturm. Den Weg zurück durch die Sanddünen entlang des Gara Kanfoussa finden wir dieses mal besser. Obwohl nach dem Sturm keinerlei Spurenbündel sichtbar sind und die Sicht mit all dem Sand in der Luft recht beschränkt ist, bleibt uns das Glück hold und wir schaffen es, der mit Stangen nur dürftig ausgesteckten Piste bis zum Berg zu folgen. Hier treffen wir unvermutet Freunde aus Bern. Die Wüste ist halt gar nicht so gross wie man meinen möchte. Nach einer Nacht im Sand zwingt uns eine erneuter Sturm in die einzige Kaschemme in Hassi Bel Guebbour. Die Stühle und Tische sind zwar bruchgefährdet, aber besser als draussen im Wind ist es in der Kneipe allemal. Der Rückweg zur Küste ist dann ebenso schnell erledigt, wie der Anmarsch. Die Ausreise aus Algerien erfolgt vorbildlich und auch Tunesien nimmt uns gerne zurück. Die 18 Stunden Verspätung der Fähre infolge der schweren Unwetter gehen im Kreis vieler lieber Reisende schnell vorbei, sodass wir nur einen Tag später schon wieder in der Schweiz sind. Physisch zumindest. Der Geist ist noch immer in der Wüste. Aber, nächstes Jahr.... "a la prochaine", wie der Algerier sagen würde. Wir kommen wieder!

 

 

 

Wegbeschreibung:

1.Tag

Gräberpiste, Gara Kanfoussa (Piste, Dünenpassagen)

Wir folgen der Piste und kommen zurück zur Eisenstange mit Blechschild, die den Einstieg in die Dünen zum Gara Kanfoussa markiert. Hier einfach die Strecke des 4. Bzw. 5. Tages nur umgekehrt abfahren. Schnell sind wir zurück in Hassi Bel Guebbour ( 56 Liter Diesel / 11,2 Liter /100 km , Rückenwind!!!) und der Urlaub war schneller vorbei als gedacht.

Aber:..... Nächstes Jahr kommen wir wieder!  Inschallah.

2. Tag

(Asphalt)

Auf dem Rückweg übernachten wir 100 km nördlich von HBG im Gassi Touil abseits der Strasse an den Dünen, um nahe genug an die Grenze heranzukommen. So schaffen wir am folgenden Tag, die Strecke über Hassi Messaoud, Touggourt, El Oued bis zur Grenze im Tageslicht zu fahren und können bei Dämmerung bereits ausreisen. (Ausreise noch einfacher als Einreise. Achtung: in Tunesien braucht man 1 Dinar um Gebühren zu zahlen). Die beste Unterkunft weit und breit bietet dann der Camping Club "Sahara" 5 Kilometer nordöstlich von Tozeur an der Strasse nach Gafsa. Super Sanitäranlagen, zwischen Palmen gelegen, sauber, von einem Italiener geführt. Restaurant gegenüber ist ebenfalls empfehlenswert.