Namibia / Südafrika / Botswana

Gut 13 Jahre ist es her, dass wir das letzte Mal im südlichen Afrika unterwegs waren. Zwar folgten noch zwei Sahara-Fahrten, aber mit Afrika hatten wir nach der grossen Reise von 1995 bis 1997 abgeschlossen. Nicht dass wir Afrika nicht mehr hätten sehen wollen. Aber unsere Furcht, erneut an Stellen zu kommen, die wir bereits (intensiv) gesehen hatten, nur um dann festzustellen, dass alles touristischer, teurer und vermüllter wurde, war einfach zu gross.

Dennoch. Nach der Reise nach Südamerika waren wir uns in einem Punkt einig: das Erlebnis der Wildbeobachtungen in Afrika fehlt uns. Trotz Urwäldern, trotz Galapagos kann Südamerika da einfach nicht mit Afrika mithalten. Endlich mal wieder Elefanten, Löwen und Giraffen sehen, war unser grösster Wunsch nach der Rückkehr aus Südamerika.

Also zurück nach Afrika. Wo wir ausgiebig Tiere beobachten können. Ohne Führer oder Gruppenzwang. Und möglichst in eine Region, die wir auf der grossen Seite ausgelassen hatten. Was liegt da näher als Botswana, welches wir aufgrund der hohen Parkeintritte damals weitgehend gemieden hatten.

Und Botswana hat zwei grossartige Tierparks zu bieten, die vor allem nicht wie Tierparks sondern wie unberührte Natur wirken: das Moremi Game Reserve und den Chobe Nationalpark. Nachtplätze wie "Third Bridge", "Savuti" oder "Linyati" lassen einen jeden Afrikareisenden träumen. Nur dass es für die meisten Reisenden ein Traum bleibt. Denn die verfügbaren Plätze sind eng begrenzt und müssen lange im voraus gebucht werden. So beginnen auch wir mit den Vorbereitungen des Urlaubs schon mehr als 12 Monate vor dem geplanten Abflugdatum, bekommen dafür aber alle gewünschten Nachtplätze.

Anfang Oktober geht es dann mit Swiss von Zürich nach Johannesburg. Weiter sollen wir mit British Airways fliegen, die den Auftrag aber an eine Tochtergesellschaft weitergibt. Comair tritt den Auftrag wiederum an die Billigsparte Kulula ab, deren Flieger sogar gegenüber Easy Jet als spartanisch erscheinen. Weit kommen wir mit dem Bruchflieger dann auch nicht. Nach einer Stunde Flug geht es zurück nach Johannesburg, mit flauem Gefühl im Magen.

Der zweite Anlauf nach Windhoek ist dann mit einer Maschine von British Airways erfolgreich. Und nach dem unerfreulichen Auftakt erleben wir 5 Wochen lang Afrika von seiner schönsten Seite. Aber das werdet Ihr auf den Bildern selber sehen. Es wird auf jeden Fall nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese Region bereisen.

Viel Freude beim Surfen!

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