Schmiergelder
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Afrika: Hier muss jeder Reisende seine eigenen Erfahrungen sammeln. Solange man sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, lässt sich vieles mit einer geduldigen Diskussion abwenden. Im nördlichen Zaire gelten aber andere Gesetze. Dort entsprechen die Geldforderungen der "Offiziellen" einem bewaffneten Überfall. Wir haben niemanden getroffen, der darüber noch lachen konnte. Die Zustände haben sich dramatisch verschlechtert. Die letzte Streckengebühr vor der Revolution lag bei ca. 1500 US-$ für die Strecke bis Uganda. Wie die Lage nach der Rebellion im Zaire ist, bleibt abzuwarten. Als erster die Strecke aber wieder zu versuchen, dafür würde uns auf jeden Fall der Mut fehlen, denn bei den nach wie vor ungeklärten Machtverhältnissen im Ostzaire ist eine Durchquerung mit Sicherheit nicht nur teuer und nervenaufreibend sondern lebensgefährlich. (siehe auch Sicherheit) Bei uns beliefen sich alle kleinen und grösseren Bestechungen vielleicht auf insgesamt 350 USD. Nicht viel für 2 Jahre Reise. Dabei ging es zumeist um Beträge zwischen 1 und 5 USD. Eigentlich nicht der Rede wert. Wer aber das Gefühl hat, etwas zu Unrecht zahlen zu müssen, sollte sich wehren, sonst zahlt der nächste Reisende gleich das doppelt und dreifache. Südamerika: ...wir werden sehen... |