Sicherheit

Sich nicht selbst überschätzen ist wohl die wichtigste aller Regeln, an die man sich halten sollte. Man übernimmt sich ohnehin oft genug, so dass es sehr wichtig ist, sich diese Regel immer wieder vor Augen zu halten! Damit sollten eigentlich alle Situationen in der Natur oder mit Tieren gut gemeistert werden können. Zurückhaltung, Vorsicht und Vorausschau lassen die meisten kritischen Situationen schon im Vorfeld unterbinden.

Anders sieht es beim Kontakt mit Menschen aus. Auch wenn fast alle Einheimischen entlang der Reiseroute dem Reisenden freundlich oder zurückhaltend begegnen, geht die grösste Gefahr für den Reisenden von anderen Menschen aus. Egal welcher Hautfarbe, ob Einheimischer oder selber Reisender, man kann seinem Gegenüber nie hinter die Stirn sehen. Und selbst nach einem vertrauenswürdigen Beginn kann man jederzeit negativ überrascht werden. Ein gesundes Misstrauen, volles Bewusstsein und Übersicht über die Umgebung sind kleine Hilfen, Risiken zu umschiffen. Nicht umsonst gibt es den Spruch "Gelegenheit macht Diebe". So ist es kaum verwunderlich, dass - wenn man Berichte von Überfällen oder Raub liest - die Geschädigten zeitig kleine Anzeichen bemerkten, dass etwas nicht stimmt. Unaufmerksamkeit, der Tagestrott oder auch das übertriebene Gefühl der eigenen Stärke trüben die Sinne, die Informationen auch richtig umzusetzen und Vorsicht walten zu lassen.

Wichtig ist ebenfalls die sorgfältige Auswahl des Übernachtungsplatzes. Bei einem schlechten Gefühl besser einen neuen Platz suchen. Plant man, regelmässig "wild" zu übernachten, wird es sich lohnen, zu allen vier Seiten des Wagens kleine Fernscheinwerfer zu montieren (z.B. am Dachgestell), die manuell geschaltet werden können und einen nächtlichen Angreifer blenden und quasi "nackt" erscheinen lassen. Dessen Schrecksekunde kann dann zur Flucht genutzt werden. Gewaltsame Gegenwehr möglichst immer vermeiden und besser sein Heil in der Flucht suchen.

Wertgegenstände in, mit dem Wagen fest verbundenen Koffern o.ä. verschliessen. Auf Türen zusätzliche Vorhängeschlösser setzen. Die Schlösser schrecken etwas ab und sind viel schwieriger zu öffnen als ein Autotürschloss. Lenkradsperren und Zündunterbrechung können den Wagen nachhaltig still legen. Dann sind Dokumente im Wagen besser aufbewahrt, als am Körper. Türen bei der Fahrt in Städten von innen verschliessen. Wird man überfallen, bereitgestelltes Geld, z.B. kleine Kasse im Handschuhfach geben und hoffen, es reicht. Sonst alles geben. Die Schwelle, körperlich versehrt zu werden, liegt in Afrika nur wenige Dollar hoch und jenseits aller europäischen Vorstellungskraft. Bei plötzlichen Reifenpannen in Städten als erstes an eine Falle denken und wenn möglich in eine Tankstelle o.ä. flüchten. Ebenso "gutgemeinte" Hinweise durch Passanten auf Ölaustritt oder platte Reifen misstrauisch bewerten. Innenstädte haben wir meist mit Bussen oder Taxis besucht. Generell ist zu sagen, dass sich die Sicherheitsprobleme bis auf wenige Ausnahmen auf die Grossstädte und Ballungszentren beschränken. Auf dem Land ist das Reisen dagegen deutlich sicherer. Aber auch in der Stadt sind 99% der Bevölkerung rechtschaffen! Und für den leidigen Rest hat man schon bald ein geübtes Auge, um ihm aus dem Weg zu gehen.

Nachtrag: mittlerweile sich auch auf Landstrassen umsehen, falls nach einer Stadt ein Auto überholt und mit Winkzeichen versucht Euch zu stoppen. Die Räuberbanden werden zunehmend mobil und können einem aus der Stadt folgen.

 

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