Details zum Ersatzradhalter

Da wir den Raum für das Ersatzrad unter dem Rahmenheck zur Unterbringung eines 135 Liter Zusatztanks genutzt haben, musste das Ersatzrad irgendwo anders hin. Das Dach eignet sich zwar gut zur Unterbringung, lässt uns dann aber absolut in keine Tiefgarage mehr passen. Und auf langen Reisen wollen wir eh zwei Räder mitnehmen.

So muss ein Rad wie bei den kurzen Fahrzeugversionen auf die rechte Hecktüre. die natürlich entsprechend verstärkt werden muss.

Dabei scheinen Scharniere und Schlossaufnahme zwar die vom zusätzlichen Gewicht am stärksten belasteten Teile, aber die sind auch bei der Toyota Original Ausführung nicht verstärkt. Abgesehen von Schmiernippeln, die wir in die Scharniere bohren, beschränkt sich die Verstärkung der Türe somit auf das Blech.

Getragen wird der Radhalter von 4 Schrauben M12x120mm, die wir durch alle Blechschichten bohren. Zudem kleben wir von Innen auf das äussere Blech eine grosse, dicke Aluplatte, die mit zwei weiteren M8 Schrauben nochmals fixiert wird. Mit selbstsichernden Muttern und breiten Unterlegscheiben werden die M12 Bolzen nun gegen alle Blechschichten verschraubt. (pro Bolzen 3 Muttern). Zuletzt setzen wir im Innenraum ein weiteres Alublech über alle Bolzen, um Schwingungen so gering wie möglich zu halten. Zudem fixieren wir an dieser Platte ein 4x4cm L-Alublech, das bei verschlossener Türe das Gewicht des Rades nicht nur auf Scharnier und Schloss abstützt, sondern auch im Innenraum. Ist die Schiene etwas schräg angebracht, wird sie beim Schliessen der Türe diese leicht anheben und verhindert, wenn die Scharniere einmal gedehnter sind, dass man die Türe nicht mehr schliessen können.

Angesichts des Radgewichts ist die einzige offene Frage nun noch, wie lange die Scharniere das mitmachen. Wie wir hören: recht lange. Alleine: es fehlt uns der wahre Glaube.

Dass diese Skepsis berechtigt war, zeigte sich nach rund 4 Jahren und zwei Saharatouren. Die Scharniere der rechten Türe hatten trotz Schmierung deutlich Spiel bekommen und auch Freunde berichteten nach langen Wellblechetappen von Ermüdungsrissen im Karosserieblech. Dementsprechend haben wir uns für eine solidere aber sehr teuere Lösung entschieden.

Eine Heckstossstange von Kaymar:

Die Trittstufe kommt übrigens von Landrover (... und war das erste Teil, was in Südamerika defekt war)

In der Alukiste auf der linken Türe (einem alten Motorradkoffer) bringen wir zudem geruchsneutral die Benzinkocher und Benzin wie auch einen kleinen Klappgrill und Holzkohle unter. 

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